|
Laser die Anfänge
Wie ich dazu kam...
Mein erster Kontakt mit Lasern entstand während der Ausbildung (zum Ke TkT in Dortmund), damals fiel mir ein defekter Bildplattenspieler in die Hände.
Das Gerät mal neugierig geöffnet und festgestellt, dass dort ein He/Ne Laserrohr eingebaut ist.
Aber wie bekommt man sowas zum strahlen??? Ein wenig Recherche in der Stadtbücherei und schon war ein Schaltplan für die Stromversorgung gefunden.
Das Teil aufgebaut, ein Gehäuse herumgebastelt eingeschaltet uns siehe da, es hat geklappt, ein feiner rot- orange Lichtstahl verlässt das Rohr.
Aber was tut man jetzt damit, nur ein Strahl ist ja auf Dauer langweilig. Da war doch noch was brauchbares im Bildplattenspieler namentlich eine X/Y Ablenkeinheit. Also habe ich das Teil auch mal ausgebaut und probiert was man damit so anstellen kann. Erstmal habe ich das Ding dann genau angeschaut, der Aufbau war vielversprechend, für beide Ablenkrichtugen gab es einen kleinen beweglichen Spiegel mit Spulen auf der Rückseite in die ein Magnet eintauchte, ähnlich wie bei einem Lautsprecher, nur dass der Spiegel gekippt wurde.
Das Teil und den Laser habe ich dann mal zur Lehrwerkstatt (BBI Telekom in Do) mitgenommen. Dort habe ich dann 2 Funktionsgeneratoren angeschlossen und nette Lissajousfiguren und andere Muster auf eine Wand Projiziert. Auch ein kleines Schleifenoszilloskop wurde verwirklicht, indem die X-Ablenkung an einen Sägezahngenerator angeschlossen wurde und die Y- Ablenkung mit diversen Signalen aus dem Funktionsgenerator angesteuert wurde.
Einige mit Auszubildende wurden dann auch vom Bastelfieber gepackt. Einer brachte eine Nebelmaschine mit, ein anderer hatte einen sogenannten Stereo Covox, das ist ein einfacher Stereo 8bit D/A Wandler, der per PC Druckerschnittstelle angesteuert wird. So entstand mit der Zeit eine nette kleine Lasershow.
Andere Azb. bauten einen Gobo Scanner mit Teilen aus einem Diaprojektor, ein paar Schrittmotoren und Ansteuerung per festprogrammierten Sequenzen aus dem Eprom, dazu kamen dann diverse selbstgebaute Lauflichter, Lichtorgeln, Stroboskope und es entstand eine für Anfang der 90er Jahre recht passable Lightshow. Das ganze mit Erlaubnis und unter Aufsicht unseres Ausbilders.
Voraussetzung war, dass die gestellten Aufgaben (Module) während der Ausbildung nicht darunter litten und die Basteleien genauso dokumentiert wurden wie die anderen Module der Ausbildung. Es durfte nur daran gearbeitet werden, wenn die anderen Module fertig waren und noch Zeit übrig war.
Leider weiss ich nicht wo der ganze Kram abgeblieblieben ist. Es sind weder Fotos noch andere Dokumentationen hiervon erhalten geblieben.
Viele Jahre hatte ich dann weder Zeit noch einen Anstoss mich mit Lasern zu beschäftigen.
|